Esotronic Diner


Thematisches interaktives Diner


Format:

philosophische Austausch

Ort:

O puter Zürich

Visit:

Esotronics

Idee

Esotronik im herkömmlichen Format des Workshops schien an der Vielschichtigkeit der Thematik zu scheitern. Was ich gerne vermitteln wollte, fand einfach keinen Platz in diesem Rahmen. Also erweiterte ich den herkömmlichen Workshop um eine kulinarische Dimension.


Teilnehmer

Bei dem Abendessen in drei Gängen sollten verschiedene Aspekte der Esotronik besprochen und zu einem neo-philosophischem Diskurs eingeladen werden. Die vierzehn geladenen Gäste kamenaus unterschiedlichsten Bildungskontexten und Kulturen.


Philosophie der Gänge

Der erste Gang, eine Finger Food Tafel, wurde von rituellem gegenseitigen Händewaschen begleitet. Die Absicht dahinter war, die Gäste sich näher kommen zu lassen, was mit erstaunlichem Erfolg auch klappte. Diejenigen, welche am Ritual teilnahmen, brachten sich danach grösstenteils viel aktiver in die Diskussion ein. Über das Essen mit Händen gelangten die Teilnehmenden auf Diskussionsebene zu den Anfängen unsererZivilisation, erläuterten die Geschichte von Esotronik und fanden sich schlussendlich in einer hitzigen Diskussion über Esoterik versus Wissenschaft. Persönliche Hintergründe stiegen zur Argumentationsfläche auf deren zunehmende Komplexität mittels einer Gesprächsleitung auf eine gemeinsame Ebene gebracht wurde.
Der zweite Gang bestehend aus kalten, lauwarmen und warmen Nahrungsmitteln wurde zivilisiert mit Gabel und Messer serviert. Dazu wurden philosophische Auswüchse der Theorie präsentiert und diskutiert, auch auf die pataphysischen Ansätze der Idee wurde eingegangen. Der Anspruch, dass sich die Idee in Realität umwandeln sollte, wurde relativiert. Videos von Theoretikern wurden an die Wand projiziert, Wikipedia rezitiert. Zum Dessert wurden esotronische Geräte präsentiert. Ein Maschineningenieur brachte seinen selbstgebauten Habakukator V0.2 mit. Ein Gerät zur esotronischen Reinigung von bösem Strom. Danach führte das Konzept des Kinetronic, einem kinesiologischen Interface zu heftigen Debatten über Sinn und Unsinn der Theorie. Das Esotronic Diner wird weiterhin stattfinden, an immer anderen Orten mit wechselnden Teilnehmern und Schwerpunkten.


Format

Das Format des Diners hat sich bewährt und kann in beliebigen Kontexten angewendet werden. Es gleicht einem Symposion im altgriechischen Sinne. Symposion steht sinngemäß für das Gastmahl, „gemeinsames, geselliges Trinken“.Man spricht von ritualisierter Geselligkeit angereichtert mit artistischen Darbietungen, die der geistigen Unterhaltung dienten.