Esotronics


Hacking the subconscious


Kontext:

Masterthese; Art Education, 2012

About:

Eine pataphysische Forschungsanlage

Visit:

esotronics.net

About

Die Sozialen Medien durchdringen bereits heute grosse Teile unserer täglichen Realität. Die Modifikation unserer Gesellschaft durch fortschreitende Digitalisierung ist unübersehbar. Dies drängt die Erforschung eines alternativen Interfaces zur digitalen Welt auf. Die *Esotronik* untersucht neuartige Sensoren - mit dem utopischen Ziel - einen Siebter-Sinn-Sensor zu entwickeln.


Methoden

Das esotronische Interface wird mittels pataphysischer Forschungsmethoden untersucht. Die Pataphysik die Wissenschaft der imaginären Lösungen, erforscht unter Anderem die Identität der Gegensätze und weist nach, dass diese sich in vollkommener Harmonie befinden. Durch diese Methodik kann sich die Esotronik erlauben, erprobte Schranken des Denkens auszuloten, sowie die Imagination ins Zentrum zu stellen. Die transmediale, transkulturelle Weiterentwicklung der Metatheorie basiert auf den Entwicklungen eines globalen Netzwerks von Künstlern, Wissen-schaftlern und Philosophen. Das kollaborative Projekt wagt sich an die Grenzen von Kunst, Wissenschaft und Vermittlung. Seine utopische Vorstellbarkeit trifft fast immer auf offene Ohren und regt zu interessanten Diskussionen an. Die neuartige Technologie lädt dazu ein gemeinsam über aktuelle technologische sowie gesellschaftliche Tendenzen nachzudenken.


Techonlogie

Innert kürzester Zeit haben sich die unterschiedlichsten Technologien abgelöst und etabliert. Der Glaube an immer vermenschlichtere Technologien ist einfach zu vermitteln und zu vermarkten. Vererschiedene utopische Konzepte aus der Filmgeschichte sind Realität geworden, sie veranlassen den Menschen an visionäre Konzepte zu glauben. Esotronik spielt damit, sie verführt dazu persönliche Realitäten zu hinterfragen, fördert technologische Kreativität und bietet utopischen Konzepten eine flüchtige aber physische kollektive Realität.
Die Technologie der esotronischen Schinittstelle basiert auf einem Konflikt zwischen Esoterik und Wissenschaft. Mittels pataphysischer Erforschung wird versucht diese Gegensätze als identisch zu erklären. Dies dient als Hintergrund für die technologische Weiterentwicklungen. Da wissenschaftliche Bezeichnungen grosse interpretatorische Räume eröffnen, bieten sich die komplexen Ausdrücke als überzeugendes Argument für esoterische Theorien an. Aus Perspektive der Wissenschaft sind dies komplette Fehlinterpretationen. Geht man zu den Ursprüngen zurück, scheint die Erforschung der Seele, des Inneren, jedoch ähnliche Ursprünge zu haben wie die Wissenschaft. So kann man zu der Hypothese gelangen, dass Wissenschaft, wie Esoterik nur Glaubenskonstrukte sind.


Comunity

Jeder hat seine individuelle Zugangsform zu dem, was er sich unter Esotronik vorstellt. Trotz der Vielfalt von Realitäten beruhen die Vorstellungen auf einem kollektiven Verständnis der Begriffsteile, einem gemeinsamen Nenner. Seit kurzer Zeit existieren verschiedene Plattformen, die Visionen und deren Umsetzungen eine Oberfläche bieten, was die kollektive Weiterentwicklung der Idee ermöglicht.
Esotronik grenzt sich klar davon ab, eine esoterische Methode zu sein. Die esotronische Community sucht ausschliesslich nach andersartigen Schnittstellen und unvernünftigen Realitäten.
Die esotronische Forschungsarbeit steckt noch in ihren Kinderschuhen, doch sie existiert bereits seit geraumer Zeit und verbreitet sich als Vision.